Infos zum Thema Kleingarten Standort Köln


Wenn man bedenkt, was alles so weggeworfen wird! Zum Beispiel Trinkflaschen mit wunderbaren Twist-Off-Deckeln. Wenn die unsere Oma schon gekannt hätte!
Denn darin läßt sich Fruchtsaft ebenso gut einkochen, wie in Marmeladengläsern. Bei der Haltbarkeit würde ich es jetzt nicht so darauf ankommen lassen und möglichst das Zeug auftrinken (denn dazu ist es ja auch hergestellt worden), statt verwahren.
Zum Beispiel kann man Sauerkirschen mit Stein im Topf aufkochen und hat gleich einen tiefroten Saft, den man mit wenig Zucker, Puristen sogar ohne, dann in die Flaschen füllt. Köstlich!


Irgendwie sind die Öffnungen der Marmeladengläser zu klein – jedenfalls im Verhältnis zur Kelle, mit der aus dem großen, großen Topf eingefüllt wird.
Da hab ich was für Sie! Einen Trichter (aus Edelstahl), der unten so weit ist wie ein kleines Marmeladenglas und oben so groß ist, dass man mit der Kelle gut einfüllen kann. Das geht super!

Sauerkirschen Marmelade


Eines gleich vorweg! Besorgen Sie sich für die Ernte Ihrer Sauerkirschen alte Klamotten oder bieten Sie den Saft dem “Tatort” an: Roteres Blutrot gibt es nicht!
An meinem Riesenbaum reifen nach und nach die Sauerkirschen, bis sie am Ende fast schwarz sind und man sie händeweise aus dem Baum pflücken kann, während einem der Saft den Arm herabläuft.
Zum direkten Verzehr schmecken sie weder den Amseln und Meisen noch mir, denn sie sind a) doch recht sauer (wie der Name schon sagt) und b) haben im Abgang eine bittere Note. Das alles ist aber vergessen, wenn sie erst einmal mit Gelierzucker (2:1) eine harmonische Allianz im Glas eingegangen sind.
Bis dahin ist es aber noch ein steiniger Weg, denn die Kirschen müssen erst noch entsteint werden. Dazu habe ich auf dem Flohmarkt ein “Altertümchen” gefunden, eine Handmaschine, bei der die Kirsche in eine Mulde gelegt wird und dann von oben ein dünner Stab hineinfährt, auf das der Stein unten herausgedrückt wird. Das klappt tatsächlich in 99% der Fälle und im Wettstreit mit der Dame an der Sicherheitsnadel ging es bei 200 Kirschen am Ende unentschieden aus.
Der Rest ist schnell erzählt. Die Früchte mindestens 3 Minuten mit dem Gelierzucker aufkochen (wobei ich mir noch die Mühe gemacht habe, sie mit einer Gabel etwas zu zerdrücken, weil ich ganze Kirschen im Glas nicht so lecker finde).
Anschließend rein in die Gläser, ein paar Minuten auf den Kopf gestellt (die Gläser!) und schon hat man eine Qualität, die ihresgleichen sucht (und selten findet) Dafür lassen Sie dann jede Marmelade aus dem Geschäft gern stehen.
Also, Hausfrauen und -männer all über all, Gläser sammeln, Früchte sammeln oder kaufen und selber machen – liegt absolut im Trend!

Putzen!


Erinnern Sie sich noch daran, wann Sie den letzten Salat geputzt haben? Wann Sie selbst bei Feldsalat den typischen Sand rausgewaschen haben?
Und jetzt? Der Salat kommt aus der festverschweißten Packung und kann fast direkt in die Schüssel gekippt werden. Das ist praktisch. Aber ist es auch gut? Jede Menge Abfall wird produziert und der Salat wächst auch oft nicht mehr in Erde, sondern steht in einem Wasser, angereichert mit Nährstoffen.
Schauen Sie mal hier:
LINK: http://www.youtube.com/watch?v=FHBhyqowSEc&feature=player_embedded
Gestern habe ich aus meinem Garten wunderbaren Pflücksalat und Endivien geerntet. Alles mußte gründlich gewaschen werden. Das macht ARBEIT. Und wer will sich schon noch anstrengen nach der ARBEIT?

Regen!


Wenn man einen Kleingarten hat, dann bekommt man ein anderes Verhältnis zum Wetter. Speziell zum Regen. Speziell wenn er nicht fällt.
Hier im Rheinland hat er sich vor einigen Wochen ziemlich rar gemacht. Die Temperaturen in diesem Jahr sind schon seit Mitte Februar explodiert. Der Sommer kam sozusagen verfrüht und jetzt, im Juni, hat man das Gefühl, die Hälfte der Ernte ist schon vorüber, jetzt fängt bald der Herbst an.
Auf jeden Fall aber regnet es jetzt wieder öfter,
Die Regenwassertonnen, die in jeden Garten gehören (Wasser für umsonst! Und dazu noch tolle Qualität) sind gut gefüllt und auch die Einstellung am Rasenmäher (natürlich ein Handrasenmäher, der Umwelt zuliebe!) kann wieder verringert werden.
Denn je trockener es ist, desto höher sollte das Gras stehen bleiben.


Wer kennt es nicht: Man kauft eine Kletterrose in der Erwartung, dass sie tut, was der Name verspricht, nämlich klettern und dann – nix passiert.
Jetzt hat “mein schöner Garten” einmal 13 Schönheiten zwischen Pink und Gelb aufgelistet, die sich in Blütenpracht, Duft und Rankverhalten nur so überbieten.

LINK: http://www.mein-schoener-garten.de/de/gartengestaltung/pflanzenportraets/grosser-test-die-besten-kletterrosen-40396″ title=”Kletterrosen Vergleich

Die Zeiten ändern sich! War es früher die Blütenpracht und der unnachahmliche Duft der Rosen, der bestach, sind es jetzt deutsche Tugenden wie die Fähigkeit, selbstreinigend tätig zu werden. Die Rose blüht, verblüht und sorgt dann noch dazu, die welkenden Blätter ordentlich abzuwerfen. Vermutlich schüttelt sie sich ob solchen Ordnungswunsches ihrer Besitzer.
Die nächste Generation greift dann vermutlich schon zu Besen und Kehrschaufel und reinigt noch den Boden vom Laub.

EHEC


Jetzt bewährt sich der eigene Garten. Tomaten und Gurken gibt es zwar noch nicht, aber der Flücksalat ist nicht schon durch tausend Hände gegangen, sondern nur und ausschließlich durch meine.
Gestern wurde ein erster Endivien geerntet (sehr versandet wegen des Platzregens vom Vortag), der dann gründlich gewaschen und in Streifen geschnitten wurde und anschließend mit angedünsteten Zwiebeln unter Kartoffelpürree gemengt wurde. Köstlich!


…dass die Johannisbeeren endlich rut werden – bis mir jemand sagt, das sind weiße!
Nun gut, irgenwie geht es mir wie den Meisen und Amseln. Was nicht rot ist am Baum und Strauch, spricht mich nicht so wirklich spontan an.
Glücklicherweise muss man die Beeren eh nicht in einem Rutsch ernten, sondern kann sie lange hängen lassen.
Während die einen meinen, sie schmecken milder, sagen die anderen, sie schmecken sauerer. Auf jeden Fall aber schmecken sie nicht rot!


Mein riesiger Sauerkirschbaum (Schattemorellen?) ist auf der Sonnenseite jetzt dunkelrot gesprenkelt. Anders als bei den Süßkirschen hält sich die Neigung der Vögel in Grenzen, hier vorzukosten.
Die Stachelbeeren (eine schöne Sorte mit violettroten Früchten) liegt in den letzten Zügen.
Dann habe ich einen interessanten Tipp gelesen: Bei Apfelbäumen hängen oft mehrere Früchte nebeneinander. Da kann man alle bis auf die kräftigste Frucht abmachen. Sonst hat man (zu) viele mäßig große Früchte.


Bald ist es so weit: Dann sind die Johannisbeeren reif. Eigentlich erst am Johannistag (24.6.), ein magischer Tag (danach soll man keinen Rhabarber mehr essen wegen der dann zu hohen Oxalsäure!), machen auch sie in diesem Jahr was sie wollen, sprich, sie reifen früh.

Da bietet sich dann ein toller Kuchen an, zu dem ich ein Rezept gefunden habe und zwar hier

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